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In Zeitschriften und im Internet erschienene Artikel

Einzelne Mitglieder des Netzwerks präsentieren hier lesenswerte Artikel in Zeitschriften und im Internet.  Es sind jedoch keine Empfehlungen des nla als Verein.

In der Ausgabe vom Jan. 2015 des Coaching-Newsletters von Christopher Rauen ist ==> DIESER lesenswerte Artikel von Peter Szabó erschienen.

Der Autor formuliert zu Beginn seines Artikels seine Denkeinladung so:

Das Coaching-Verständnis von Hilfe zur Selbsthilfe impliziert die ethische Verpflichtung, dass wir, d.h. wir Coaches, Kunden in ihrer Selbstkompetenz bestärken und uns selber so wirksam wie möglich überflüssig machen. Grund genug also, um von Zeit zu Zeit unser eigenes professionelles Verhalten als Coaches sorgfältig zu überprüfen:

  • Wie beeinflussen wir (ungewollt) die Dauer der Coaching-Beziehung?
  • Wie können wir dazu beitragen, dass sich unser Beitrag so zurückhaltend und so nachhaltig wie möglich erweist?

Wir könnten versucht sein, davon auszugehen, dass der notwendige Umfang des Coachings durch äußere Faktoren bestimmt wird und jenseits unseres Einflussbereiches liegt. Der vorliegende Beitrag ist eine freundliche Einladung zur kritischen Reflexion unseres eigenen Einflusses.

Was, wenn Verlauf und Dauer von Coachings und sogar der Inhalt, den uns der Klient erzählt, in einem viel größeren Maß von uns Coaches mit-gestaltet wird als uns bewusst ist, und zwar durch

  • unser eigenes Verständnis darüber, was nötig und nützlich ist,
  • unsere eigenen eingefahrenen Gewohnheiten, wie wir Coaching abwickeln,
  • unsere eigenen Vorannahmen über den Klienten,
  • unseren gesprächsführenden Einfluss auf die kreierte Geschichte.

Wenn wir akzeptieren dass wir beeinflussen und besser verstehen, wo überall wir beeinflussen, steigt auch unsere Wahlmöglichkeit, sorgfältig zu wählen in welcher Art wir beeinflussen wollen.

Diese Fragestellung behandelt er dann in den Punkten:

Von der unreflektierten Selbstverständlichkeit zur bewusst gestaltenden Wahlmöglichkeit

1. Konstruktionen über Nützlichkeit und Notwendigkeit

2. Gewohnheiten der Formulierung

(Dazu zählt etwa auch das kritische Hinterfragen der "Standardeinleitung": """Was soll hier heute geschehen, damit es sich für Sie gelohnt hat?""""

3. Vorannahmen über Klienten

4. Beeinflussung der Geschichte, die der Klient erzählt

Hier verweist der Autor auch auf bemerkenswerte neuere Studien:

  • Harry Korman et al. (2013) untersuchen wie diese Formen von Co-Konstruktion funktionieren und wie wir nicht nur durch unsere Fragen beeinflussen, sondern auch durch unseren selektiven Umgang mit Klientenaussagen, d.h. zum Beispiel welche Teile der Klientenaussage wir aufnehmen und welche wir unbeachtet übergehen. Beides hat einen Einfluss darauf, dass Klienten anfangen, ihre Geschichte vermehrt im Nützlichkeits-Paradigma des Coachs zu erzählen (Smock Jordan et al., 2013).
  • Anthony M. Grant (2012) hat die unterschiedlichen Auswirkungen von problem- und lösungs-fokussierten Fragen auf die Klienten untersucht. Signifikant waren zum Beispiel Unterschiede in der Selbstkompetenz des Klienten und in der Anzahl selber entdeckter Handlungsmöglichkeiten.
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