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LOA in der Schweiz

Pädagogen, Sozialarbeiter, Berater, später auch Therapeuten, die sich mit Fragen effektiver und effizienter Arbeitsweise auseinandersetzten, haben als erste begonnen, die lösungsorientierte Arbeitsweise in ihren Berufsalltag zu integrieren
 
1992 wurden an der jetzigen Hochschule für Soziale Arbeit in Zürich erstmals angehende Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter mit dem Modell bekannt gemacht.

Ein Jahr später begann das Team des heilpädagogischen Sonderschulheims Werkschule Grundhof in Stadel bei Winterthur die Gedanken und Vorgehensweisen von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg in den pädagogischen Alltag zu übersetzen. Da die Rahmenbedingungen im Schulzimmer und im Heim ganz andere sind als im Therapieraum, war viel Entwicklungsarbeit nötig, um griffige Handlungsanweisungen formulieren zu können.

Der Beratungsansatz stiess auch in der Angewandten Psychologie und in der Berufsberatung auf grosses Interesse. Im Rahmen von Weiterbildungskursen des Instituts für Angewandte Psychologie Zürich (heute: Hochschule für Angewandte Psychologie) und des Schweizerischen Verbandes für Berufsberatung wurde eine grössere Anzahl von Berufsleuten mit dem Beratungsmodell und dessen Anwendung in diesen Berufsfeldern bekannt gemacht.
 
In der zweiten Hälfte der 90iger Jahre ist die Auseinandersetzung mit dem Beratungs- und Therapieansatz von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg an den verschiedensten Orten aufgenommen worden. Das Team der Werkschule Grundhof hat sein Wissen und die gemachten Erfahrungen an viele Institutionen der Sozialarbeit und Sozialpädagogik weitergegeben. Private Organisationen und Hochschulen für Soziale Arbeit haben begonnen, Workshops, Fort- und Weiterbildungskurse anzubieten, letztere zum Teil im Rahmen von Nachdiplomstudiengängen. Die relativ rasche Verbreitung des Gedankengutes ist nicht zuletzt Steve und Insoo zu verdanken, die persönlich regelmässig zu Workshops in die Schweiz kamen. Nach dem Tod von Steve (September 2005) führt seine Frau Insoo diese Workshops weiter.
 
Um die verschiedenen Bemühungen zu koordinieren, wurde am 28. März 1999 von interessierten Pädagogen, Beratern und Therapeuten das „Netzwerk für lösungsorientiertes Arbeiten“ gegründet.