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Rückblick 3. nla-Tagung

28./29. Mai 2015 in Weggis

 

Die gemütliche Anreise per Schiff schaffte Abstand zum Alltagsgeschehen und ermöglichte eine schöne Einstimmung auf die Tagung. 

Nebst dem offiziellen Programm boten das Apéro am See, die Mahlzeiten und die Kaffeepausen eine gute Plattform für den regen, interdisziplinären Austausch.

Zum Rahmenprogramm gehörte die Präsentationen der Masterarbeiten von Barbara Wagner „Lösungsorienterte Arbeit mit Messies“ und von Karin Tanner „Symbole in der lösungsorientierten Beratung“. Die Links zu den Arbeiten finden Sie im Kasten nebenan.

Auch das Schmökern am Büchertisch wurde rege benutzt und einige reisten mit neuen Literaturanregungen nach hause.

Blitzlichter aus dem Programm

1. Podiumsdiskussion zum Thema: Wie verändert die Pluralität der lösungsorientierten Praxis die Aus- und Weiterbildung?

Gäste: Doris Ledergerber, Käthi Vögtli, Dr. jur. Marco Ronzani, Prof. Dr. Martina Hörmann, Paul Longoni, Dr. Peter Szabó , Moderation: Dr. phil. Sandro Vicini 

Der lösungsorientierte Ansatz (loA) ist in vielen Handlungsfeldern verbreitet, jedoch in der offiziellen Akkreditierung z.Bsp von Ausbildungsinstitutionen nicht anerkannt. Die Ausbildungsinstitutionen sind gezwungen, den Ansatz in Kombination mit anderen Ansätzen für eine anerkannte Aus- oder Weiterbildung anzubieten, zum Beispiel mit dem systemischen Ansatz.

LoA führt zu einem Paradigmenwechsel in der Ausbildung, der Dozent/ Die Dozentin muss sich bewusst sein, dass er/sie nicht mehr die absolute Wahrheit lehren kann.

Der Berater /die Beraterin und deren Haltung ist entscheidend, weniger die Technik. Oder in Steve de Shazers Worte (zitiert von M. Ronzani): „ Ohne die richtige Haltung ist es nicht einmal eine gute Technik“.

Der Paradigmenwechsel gelingt durch:

  • Vorbild
  • Theoretischer Rahmen, Selbsterfahrung und Reflexion
  • Verknüpfung von wissenschaftlichen Basistheorien
  • Aufmerksamkeit auf das richten, was „dazwischen“ passiert, denn das ist das Wesentliche.

Darum werden die  Studiengänge so aufgebaut, dass zuerst das Basiswissen vermittelt wird, dann das spezifische Wissen und im Abschluss die Verknüpfung. Der Selbsterfahrungsanteil und die Reflexion ist ein wichtiger Teil der Ausbildung.

2. Aus den Workshops

Der Dreh: oder Veränderung geschieht immer, auch in einem Konflikt mit Katalin Hankovszky

Angeregt durch Katalin Hankowszky Moderation, wurden in verschiedenen Gruppenzusammensetzungen Fragen zu hilfreichen Interventionen in Konfliktsituationen diskutiert und ausprobiert. Daraus kristallisierten sich folgende hilfreiche Punkte:

  • Sich die die Frage stellen, „Was ist für diesen spezifischen Kunden das Richtige und      Wichtige?“
  • Es kann oft hilfreich sein, einfach mal zuzuhören... und zwar aktiv zuhören.

Wann dreht sich das Windrad? 

Es gibt keine richtige Zeit und kein richtiges Tempo, wann der Dreh passiert.       

Lösungsorientierte Kommunikation im psychiatrischen Kontext- Change your view mit Christoph Erni

Christoph Erni stellte an seinem Workshop den sechstägigen Ausbildungsgang in lösungsfokussierte Kommunikation für neue MitarbeiterInnen vor. Einerseits erhielten die TeilnehmerInnen in Kürze einen sehr guten Überblick der systemisch-lösungsorientierten Entwicklungsgeschichte und anderseits bekamen sie eine Kostprobe von Christoph Ernis immensen Erfahrungswissen in der Kommunikation mit psychisch kranken Menschen.

Zum guten Ergebnis mittels systemischer Strukturaufstellungsarbeit mit Barbara Schmidt

Kurz und kompakt bot Barbara Schmidt eine Einführung in die Aufstellungsarbeit nach v. Kibed und Sparrer an. In einer Zweierübung bekamen die TeilnehmerInnen  einen erfahrungsbezogenen Einblick zu dieser Strukturaufstellungsarbeit.

Orientierung, Wirksamkeit und Gelassenheit im Umgang mit Veränderung und Vielfalt mit Armin Sieber

Armin Sieber stellte am Workshop sehr dynamisch und kreativ das Modell „Ebenen verschiedener Weltsichten“ dar. Am Schluss gab es eine kurze Live-Sitzung mit Armin und einer Teilnehmerin. Sehr anregend.

Lösungsfokussierte Spiele und Interaktionen -  für die Arbeit mit Teams und Grossgruppen mit Jesper H. Christiansen

Der unberechenbare Ballon – Karte sucht Besitzer – Schultertippend zur Lösung – Papierballschlacht als Feedback – kurzum eine Palette von Spielen wurde mit viel Spass praktisch erprobt und reflektiert.

Der unberechenbare Ballon 

Die Zeit zwischen Beratungsgesprächen wirkt – Hausaufgaben in der lösungsorientierten Beratung mit Martin Grossen

Laut Meta-Studie können Hausaufgaben hilfreich sein. Damit sie hilfreich sind, braucht es Grundsätze welche befolgt werden müssen. Diese Grundsätze hat Martin in einer 12-Punkte-Handlungsempfehlung zusammengefasst.

3. Open Space - moderiert von Hans-Peter Korn

Folgende Themen wurden in Gruppen intensiv diskutiert: 

  • „Ich weiss nicht“ – Was mache ich in der lösungsorientierten Beratung, wenn diese Antwort kommt? 
  • „Tun“ in der lösungsfokussierten Arbeit: wie, wann, ….. bringe ich in der lösungsorientierten Beratung Übungen und Metaphern ein. Was mache ich mit meinem Expertenwissen
  • Lösungsorientierte Volksschule – geht das? Wie geht das?
  • Lösungsorientierte Arbeit im klinischen Kontext – wie arbeite ich lösungsorientiert in einem defizitorientierten Setting?
  • "Mut zur Lücke" - Lücken im lösungsorientierten Beratungsprozess annehmen und aushalten.
  • Lösungsorientierte Arbeit mit unordentlichen Menschen – Erfahrungsaustausch

Rückmeldung der TeilnehmerInnen 

Gut gemacht

Machen wir das nächste Mal besser

  • Schöner Ort
  • Anregender Austausch
  • Feines Mittagessen
  • Gelebte Freude des OK’s

 

 

  • Mehr Bewegung
  • Mehr Pausen
  • Eigenleistung bei Workshop’s verstärken
  • Längere Veranstaltung z. Bsp. + ½ Tag
  • Podiumsrunde  weiter und übersichtlicher bestuhlen


Möchten Sie noch etwas ergänzen ? Weitere Feedbacks senden Sie uns bitte an gf@nla-schweiz.ch

 

 

 

 

Lösungsorientierte Zukunft:

Der Dreh zur Vielfalt.

> nla-Tagung 2015 <

Donnerstag/Freitag 28./29. Mai 2015

im Seminarhotel Rigi in Weggis

 

Themenschwerpunkte:

Diese Tagung wird sich der zunehmenden methodischen Vielfalt der lösungsorientierten praktischen Arbeit in allen Anwendungsbereichen (Psychotherapie, Beratung, Coaching, Supervision, Organisationsentwicklung, Management, Sozialer Arbeit und Unterricht) widmen. Es werden dabei neue (und auch überraschend) in Erscheinung tretende  weitere Anwendungsbereiche und die daraus folgenden Veränderungen der Ausbildungs- und Trainingsinhalte und -methoden im Verlauf der letzten Jahrzehnte thematisiert.

Ablauf:

Donnerstag, 28. Mai 2015

16:00               Check In

16:30               Podiumsgespräch:

                        Wie verändert die Pluralität der lösungsorientierten Praxis die Aus- und Weiterbildung?

Das Podiumsgespräch wird moderiert von Dr. phil. Sandro Vicini, Präsident nla-schweiz, mit folgenden Gästen:

Dr. Peter Szabó

Geschäftsführer Weiterbildungsforum und Solutionsurfers International

Käthi Vögtli

Bis 2011 Dozentin und Projektleiterin an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, Aufbau und Leitung des Masterstudienganges Lösungs- und Kompetenzorientierung, eigene Praxis für Supervision, Coaching und OE

Ursula Fuchs

 Psychotherapeutin SBAP, Systemisch-lösungsorientierte Therapeutin für Einzelne, Paare und Familien (Systemis), Supervisorin & Coach & Organisationsberaterin BSO, ZRM®-Trainerin, PSI-Kompetenz-beraterin, Master-Practitioner NLP und Mediatorin SVM in eigener Praxis, Dozentin HSLU, Leiterin der wilob AG

Paul Longoni

Geschäftsleiter Schul- und Wohnzentrum SWZ, Dozent und Vorstandsmitglied des zlb-schweiz

Doris Ledergerber

Psychologin FSP mit systemisch-lösungsorientierter Therapieaus-bildung, aktuell tätig in einer kinderpsychiatrischen Tagesklinik

Prof. Dr. Martina Hörmann

Professorin an der Hochschule für Soziale Arbeit, FHNW, Leitung Master of advanced Studies (MAS) Systemisch-lösungsorientierte Kurzzeitberatung und –therapie

Dr. jur. Marco Ronzani

Gründer von Ronzani Company, Berater für lösungsfokussierte Organisationsentwicklung, Coach von Führungskräften, Teams und Familien

anschliessend Apéro und Nachtessen (im Tagungspreis inbegriffen) bis ca. 21:00

Freitag, 29. Mai 2015

08:45                   Einleitung

09:00                   Drei parallele Workshops (siehe unten)

10:00                   Rückschau auf diese drei Workshops im Plenum

10:15                   Pause

10:45                   Drei parallele Workshops (siehe unten)

11:45                   Rückschau auf diese drei Workshops im Plenum

12:00                   Mittagessen (im Tagungspreis inbegriffen)

13:30                   „Open Space“ zur Bearbeitung verschiedener von den Teilnehmenden

                            spontan vorgeschlagener Themen

                            (Moderiert von Dr. Hans-Peter Korn, Vorstandsmitglied des nla)

14:45                   Rückschau im Plenum

15:00                   Ende der Tagung

15.30 - 17.00      Mitgliederversammlung des nla (Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen!)

Workshops:


Katalin Hankovszky

www.handlungsspielraeume.com

 

 

 

 

 

Der Dreh: oder Veränderung geschieht immer, auch in einem Konflikt

In unserer lösungsfokussierten Arbeit in und mit Organisationen sind Momente, in denen Konflikte aufflammen, nicht die gemütlichsten. In welcher Rolle auch immer wir uns befinden, bedarf es an professioneller Gelassenheit, Fingerspitzengefühl und einer Methode! In diesem Workshop stelle ich anhand einiger Beispiele zwei Annahmen zur Diskussion, die aus meiner Sicht zu überraschend nützlichen Wendungen im Konfliktcoaching führen können und einen gewinnbringenden Dreh für das Team/für die Organisation ermöglichen:

  1. Veränderung geschieht immer
  2. Kundinnen und Kunden sind möglicherweise die Expertinnen und Expeten für ihre Situation auch mitten in einem Konflikt und bringen  sogar die geeignete Methode mit. Es gilt vielleicht nur, dies nicht zu übersehen!

Christoph Erni

Erwachsenenbildner, Trainer

Lösungsorientierte Kommunikation im psychiatrischen Kontext - Change your View

Ich habe meine Ausbildung in lösungsorientierter Kurzeittherapie bei Insoo Kim Berg und Steve de Shazer vor 20 Jahren gemacht und bildete mich über all diese Zeit in lösungsfokussierter Kommunikation bei diversen Trainer/-innen weiter.

Seit 15 Jahren gebe ich in der Luzerner Psychiatrie Klinik St. Urban Weiterbildungen in lösungsfokussierter Kommunikation für Pflegepersonal und Therapeuten/-innen.

Ich werde das Weiterbildungskonzept vorstellen, Erfahrungen von Teilnehmenden und Conclusions für die eigene lösungsfokussierte Arbeit präsentieren. Weiter werde ich die Vernetzung des lösungsfokussierten Ansatzes mit Konzepten des NLP und Motivational Interviewing, wie sie in diesem Konzept umgesetzt wurden, darstellen.

Armin Sieber

www.integral-learning.ch

 

 

Orientierung, Wirksamkeit und Gelassenheit im Umgang mit Veränderung und Vielfalt

«Wenn der Wind der Veränderung immer heftiger weht, bauen die einen weiter an ihren Mauern und die anderen optimieren ihre Windkraftwerke.»

(Frei nach einer chinesischen Weisheit)

Es scheint immer klarer, dass ein «Mehr von dem, was in der Vergangenheit versucht wurde» keine Antwort auf die Herausforderungen darstellt, denen wir uns heute gegenüber sehen. Hier ist es hilfreich, eine erweiterte lösungsorientierte Sicht- und Handlungsweise einzunehmen, um der wachsenden Komplexität konstruktiv begegnen zu können.

Mit Hilfe einer Kombination aus Skalierung, systemischer Aufstellungsarbeit und aktuellen Erkenntnissen zur Werteentwicklung in Menschen entsteht ein Ansatz, der es erlaubt, den bisweilen rauen Wind der Veränderung zur Energiegewinnung für sich selbst oder die Organisation zu nutzen.

Der Workshop bietet eine handlungsorientierte Einführung in diesen Ansatz

.

Barbara Schmidt

www.beratungen-gallusberg.ch

 

 

Zum guten Ergebnis mittels Systemischer Strukturaufstellungsarbeit

Werden wir als Beratende selber mit Lösungsorientierten Fragen konfrontiert, spüren wir, wie anspruchsvoll es ist, sich auf den inneren Suchprozess Richtung gutes Ergebnis und damit auch auf unsere Gefühle einzulassen,

Das Verfahren der Systemischen Strukturaufstellungsarbeit unterstützt uns, diese unterschiedlichen Wahrnehmungen und Befindlichkeitszustände zu externalisieren und neu zu erfahren. So wird es möglich, auf tiefe und körperlich spürbare Weise neue Erkenntnisse, eine Neuordnung und damit eine Neuausrichtung unserer inneren Welt zu ermöglichen und den Prozess Richtung gutes Ergebnis voraus zu erleben.

Im Workshop geht es darum, Erfahrungen und Erkenntnisse zu machen, wie Elemente der Systemischen Strukturaufstellungsarbeit in die Lösungsorientierte Arbeit einbezogen werden können.

Jesper H. Christiansen

www.jesperchristiansen.com

 

Lösungsfokussierte Spiele und Interaktionen – für die Arbeit mit Teams und Grossgruppen

Spiele, Übungen, Gruppenarbeit, Wissensaustausch oder?

Egal wie man es benennt, es geht um sinnvolle Interaktionen zwischen Menschen. Das bedeutet auch einen Fokus auf Kontext und Ziel zu legen, wenn wir Spiele und Übungen für das Design von einem Prozess in Betracht ziehen.

Vor wie kommt:  wozu Interaktion.

Wenn der Kontext deutlich ist, wird der Prozess sinnvoll, das Engagement erhöht sich und freudiges Teilnehmen wird möglich.

  • Sie lernen Beispiele wie man den Kontext für einen Prozess illustrieren und deutlich machen kann.
  • Sie erleben, wie Freiwilligkeit und Selbstorganisation als Unterstützung für Engagement dienen kann.
  • Sie werden über die eigenen Anwendungsfelder reflektieren und  erfahren, wie Spiele für Sie nützlich sein können.

 

Martin Grossen

Sozialarbeiter

 

Die Zeit zwischen Beratungsgesprächen wirkt - Hausaufgaben in der lösungsorientierten Beratung

In der Zeit zwischen Beratungsgesprächen sollen Klientinnen und Klienten Erkenntnisse aus der Beratung umsetzen. Durch den Einsatz von Hausaufgaben, als beraterische Intervention, sollen Veränderungen im Alltagshandeln der Klientinnen und Klienten initiiert, begleitet und stabilisiert werden.

Beratungserfolg steht erwiesenermassen im Zusammenhang mit dem Einsatz und der Erledigung von Hausaufgaben. Lösungsorientierte Beratung bietet ein umfangreiches Interventionsrepertoire zum Hausaufgabeneinsatz an. Die Gestaltung der Interventionen soll unter Berücksichtigung der Forschungsergebnisse zur Hausaufgabenerledigung (Hausaufgaben-Adhärenz) erfolgen.

Dazu wird eine 12-Punkte-Handlungsempfehlung für Beratende zum Einsatz von Hausaufgaben präsentiert. Dabei stehen die Berücksichtigung der Merkmale der Klientinnen und Klienten, die Merkmale der Aufgabe, die therapeutische Beziehung sowie die Art und Weise der Aufgabenvergabe im Vordergrund.

 

 

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Mit Flipchart-Präsentationen wurden zwei Masterarbeiten vorgestellt:

Vom Problembild zum Lösungsbild - kreative Methoden in der systemisch-lösungsorientierten Beratung von Messis

von Barbara Wagner Joos, MAS Thesis Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Symbole in der lösungsorientierten Beratung

von Karin Tanner, MAS Lösungs- und Kompetenzorientierung, Hochschule Luzern, Soziale Arbeit